Freitag, 26. 09. 2014
Tür : 18.30 Filme mit Livevertonung 21:00 und 22:00
Eintritt Fr.15.–/Fr. 12.–
IOIC Stummfilm-Soirée
Incohärente Geographien, unmögliche Reisen, fantastische Abenteuer
21:00
Le Voyage dans la lune (Frankreich 1902, 13 min), Georges Méliès
Live-Vertonung: Valentin Bächi aka Repos (Synthesizer)
Le Voyage à travers l’impossible (Frankreich 1904, 20 min), Georges Méliès
Live-Vertonung: Iokoi (Stimme, Elektronik)
Les Quatre cents farces du diable (Frankreich 1906, 17 min), Georges Méliès
Live-Vertonung: Kid Schurke (Korg Monotribe)
22:30
À la conquête du pôle (Frankreich 1912, 30 min), Georges Méliès
Live-Vertonung: Iokoi, Repos & Kid Schurke
Zwischen der Geburt des Kinos aus dem Geiste der Jahrmärkte mit ihren Schaubuden und Panoptiken und dem Moment, in dem sich das neue Medium die Hörner abstösst und erwachsen, kommerzialisiert und berechenbar wird, steht das ganz frühe 20. Jahrhundert. Hier, in der Kindheit und Jugend des Kinos, wird alles zu einem Spiel mit den Möglichkeiten, die das Medium bietet. Grenzen werden ausgelotet, Unmögliches und Fantastisches wird plötzlich zeig- und erlebbar. Ein häufig wiederkehrendes Motiv ist der Aufbruch ins Unbekannte und Unerforschte. An der Stummfilm-Soirée im Royal Baden zeigt das IOIC vier Filme des Pioniers Georges Méliès, in denen solche incohärente Geographien erforscht, unmögliche Reisen unternommen und fantastische Abenteuer erlebt werden.
Valentin Bächi alias Repos ist ein Gentleman der feinen Töne. Mit diversen Synthesizern bewaffnet vertont er den Klassiker der frühen Science Fiction: „Le Voyage dans la lune“. „Le Voyage à travers l’impossible“ erscheint zwei Jahre nach der Reise zum Mond und zeigt die Mitglieder des Instituts für incohärente Geographie auf ihren unmöglichen Forschungsreisen. Die Klangkünstlerin IOKOI lädt ein zu einer musikalischen Reise durch diesen mit 20 Minuten für die damalige Zeit bereits überlangen Film. Kid Schurke wiederum schafft es wie kein anderer, seinem Korg Monotribe Klänge und Beats zu entlocken, die geradezu jenseits von Gut und Böse sind. In Baden nimmt er es denn auch gleich mit dem Teufel auf und vertont „Les Quatre Cent farces du diable“.
Abschliessend spannen die drei Musiker erstmals zusammen und machen sich mit Méliès auf die Reise zum Nordpol.
Weitere Informationen zu den Musiker/innen
http://iokoi.net
https://www.facebook.com/kidschurke
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