Freitag, 6. 05. 2016
Tür : 19.00 Konzert 22.00
Eintritt Fr. 18.–/Royal Family Fr. 15.–
Movie Star Junkies (IT). Destination Lonely (FR)
Aus Sex, Drugs und Literatur schlüpft ein trashiger Bastard aus Punk, Blues, Surf und Swing – die Movie Star Junkies. Sumpfige Rhythmen, giftige Orgeln, die Gitarre fest in den Klauen der Effektpedale. Evil Moods, das dritte Album der Movie Star Junkies erklärt sich bereits vom Titel her selber. Inspiriert wurde die Band durch die Pioniere des Noir/True Fiction Romans wie Dashiell Hammett, James Cain oder Jim Thompson (letzterem wurde sogar ein Song gewidmet) sowie deren Autobiografien. Musikalisch sind sie nach dem eher sphärischen Album auf Wild Honey wieder zu ihren eher rauen treibenden Anfängen zurückgekehrt und lassen Elemente wie Folk und Americana einfließen.
Movie Star Jukies wurde 2005 in Turin gegründet und nach ihren Debüt- Singles und Alben auf Voodoo Rhythm Records tourten sie Europa des öfteren mit Jon Spencer Blues Explosion, Lost Sounds, Chrome Cranks, Thee Oh Sees,The Black Lips, Country Treasers und Ty Segall und vielen anderen. 2013 verschlug es sie dann zum ersten Mal in die USA, um dort unter anderem im legendären New Yorker WFMU eine Live Show zu spielen und auf dem Muddy Roots Festival.
Movie Star Junkies setzen sich seit Anbeginn von der italienischen und europäischen Musikszene ab, wenn sie sich einordnen lassen, dann in die 4th Generation Garage Punk. Ihre Musik wird inspiriert von dem, was sie lesen: Herman Melville, Friedrich Nietzsche, Dostojewski, etc.
Diese Art von Musik und Attitude, entworfen als Tritt in den Arsch seines Umfeldes, wurde immer wieder von Teenagern aller Welt zelebriert – sie wurden Mods genannt, dann Punks und heutzutage nennt man sie the Loners. Mit Destination Lonely präsentieren wir eine Gang von Ultra Loners und Ghouls aus der Generation X, geboren in Toulouse/Bordeaux ohne jegliche Perspektive mit einer Faszination für hochprozentigen Alkohol.
Die Band, bestehend aus Mitgliedern von Blew Up, The Fatals, Space Beatnicks, Jerry Spider Gang, Beach Bitches und Kung Fu Escalators zeigt eindrucksvoll das Gedeihen einer lebhaften Rock’n’Roll-Garage-Noise-Trash-Kultur in Bordeau. Teils klassischer Garage-Rock, gespickt mit einem guten Schuss Spacerock und eher düsteren Ausflügen im slow Tempo gen halluzinogenem Blues, der so ein bisschen nach einem verlorenen, fast depressiven, aber niemals melancholischen Space Cowboy klingt, der nach einer durchzechten Nacht seinen Long Hard Walk nach Hause durch den Nebel des Morgens macht. Mit Wah Wah- und Effektgitarre. Aber immer auch ordentlich Fuzz. Der Gitarrensound ist der ultimative, direkt klingende Burner, der Drummer zusätzlich ein Tier, der im High Tempo voll nach vorne abgeht. Musikalisch treffen da die Stooges auf Hawkwind, Chain Gang auf Liminanas, Morricone auf Doors.
Am Plattenteller Dr. Hyde